Intro

Mit einer Agfa ISO-Rapid wurden in den Sechzigern erste Gehversuche zum Thema ‘Fotos machen’ oder eher ‘Knipsen’ unternommen. Zehn Jahre später ging es dann mit Pentax, Praktika und Voigtländer weiter: Fotografieren mit halbwegs vernünftigem Equipment war nicht gerade erschwinglich und ohne eigene Dunkelkammer obendrein etwas unkomfortabel: Irgendwie verlief dann alles im Sande…

Mit dem Aufkommen der ersten vernünftigen Digital-Kameras für den Amateur-Bereich kamen allerdings Erinnerungen an diese Zeit zurück und es folgte der Einstieg in die Digital-Fotografie mit SLR-Technik. Ja, genau mein Ding: Der Spass am Bild kam schnell wieder zurück – hatte wohl nur eine sehr lange Pause eingelegt.Diejenigen, die noch die Kunst des Filmentwickelns kennen und nach wie vor anwenden, werden möglicherweise hin- und hergerissen sein zwischen handwerklicher Arbeit und Arbeit am Rechner. Aber es ist ja nicht zwingend ein Entweder-Oder, denn ich denke beides ginge auch gut nebeneinander. Ich für meinen Teil bevorzuge die Unkompliziertheit des Digitalen – auch wenn sich das Unkomplizierte hauptsächlich auf den Vorteil des ‘chemielosen Werkelns’ beschränkt.

Die (fast) grenzenlose Freiheit mit einer Handvoll Speicherkarten Unmengen von Aufnahmen machen zu können ist schon verführerisch – verleitet möglicherweise aber dazu, der einzelnen Aufnahme nicht mehr die notwendige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Zumindest bei mir traf das anfänglich zu, legte sich aber spätestens mit dem Wissen über den zu erwartenden Nachbearbeitungsaufwand bzw. -verdruss. Obwohl es durchaus zu unterscheiden gilt: Ein sorgfältig vorbereitetes (inszeniertes) Bild ist etwas anderes als ein verpasster Moment in aktionsgeladener Atmosphäre. Bei Letzterem kann man gelegentlich garnicht genug Bilder haben.

An dieser Stelle ein Dank an alle, die mitgeholfen haben, dass was Gescheites auf den Sensor kam und wir obendrein eine Menge Spaß zusammen hatten.

Lange Rede – gar kein Sinn: Viel Spaß beim Stöbern!